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Das Brixental ist ein rechtes Seitental
des Inntales. Wie prähistorische Funde
beweisen, war es schon in
urgeschichtlicher Zeit besiedelt. Auf
seinem höchsten Punkt, auf ca. 800 m
Seehöhe, liegt das langgestreckte Dorf
Brixen im Thale. Urkundlich wird dieser
Ort erstmals 788 im Güterverzeichnis des
Bischofs Arno von Salzburg erwähnt: "ad
Prixina ecclesia cum territorio", d.h.
"zu Brixen eine Kirche mit Feldbesitz"
ist dort zu lesen. Durch viele
Jahrhunderte war der Ort Brixen das
geistig - kulturelle Zentrum des Tales.
Dem heutigen Besucher zeigt sich diese
einstige Bedeutung als religiöses
Zentrum auch heute noch in Form der
zweitürmigen Pfarrkirche zusammen mit
dem mächtigen Dechantshof. Sie wurde in
den Jahren 1789 - 1796 vom Baumeister
Andre Hueber aus Kitzbühel in
klassizistischem Stil errichtet. Es ist
nachweislich der sechste Kirchenbau am
gleichen Platz. Von der Brixener Kirche
nimmt schon seit Jahrhunderten,
alljährlich am Fronleichnamstag, der
bekannte Brixentaler Anlaßritt seinen
Anfang.
Brixen
ist eine der ältesten Siedlungen des
Tiroler Unterlandes. der Name stammt aus
dem keltischen. Ein keltisches Beil
(Lappenaxt) aus der Spätbronzezeit, das
in Brixen gefunden wurde, schmückt heute
das Ortswappen von Brixen im Thale.
Wenn wir die
Namen der Gemeinden des Brixentals
betrachten, so können wir bei den
meisten den ursprünglichen Sinn leicht
erkennen, so bei Hopfgarten, Westendorf,
Kirchberg. Es handelt sich hier um
deutsche Namen, die auf die bayrischen
Siedler zurückgehen.
Seit dem Feldzug von Tiberius und Drusus
im Jahre 15 v. Ch. bis zur bayrischen
Besiedelung, die im 6. Jahrhundert
einsetzte, gehörte das Brixental zum
römischen Reich, dessen Sprache das
Latein war. Der Name Brixen lässt sich
aber vom Lateinischen ebenso wenig
erklären wie mit Hilfe des Deutschen.
Die ersten Siedler in Brixen waren
Kelten und sie traten um die Mitte des
ersten vorchristlichen Jahrtausends vor
allem an den Randzonen der Alpen in
Erscheinung. Im zweiten vorchristlichen
Jahrhundert bildete sich im Gebiet der
Ostalpen ein keltisches Königreich mit
der Hauptsadt Noreia heraus, das als
Regnum Noricum den Römern entgegen trat.
Zu diesem Reich gehörte auch das
nordöstliche Tirol. |