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Umfahrung Brixen im Thale
 

 

Nach der Eröffnung der Umfahrung Kirchberg im November 1997 wurden bereits 1998 konkrete Planungsschritte für den Neubau der Ortsumfahrung Brixen im Thale eingeleitet.
 

Mit der nun vorliegenden Trassenführung wurde mit einer Länge von 3,19 km die kürzeste Umfahrungsmöglichkeit für Brixen im Thale gewählt. Im Ortsteil Hof schwenkt sie vom Bestand nach Süden ab, unterquert in Form einer 410 m langen Unterflurtrasse die ÖBB in weiterer Folge den Santenbach und mündet in den ca. 600 m langen offenen Straßenbereich entlang der bestehenden Waldgrenze. Im Bereich des Erholungsgebietes beginnt die 1280 m lange Unterflurtrasse und endet unmittelbar nach der Bahnquerung in Lauterbach. Im Anschluss daran erfolgt die östliche Einbindung der künftigen Gemeindestraße. Die gesamte Trasse wird in maximal möglicher Tieflage geführt..

Zusätzlich zur Umfahrungstrasse werden für die Aufrechterhaltung bestehender

Verkehrsverbindungen 820 m Nebenwege mit einer befestigten Fahrbahnbreite von 5,50 bzw. 4,50 m geplant. Für diese Nebenweganlage sind zwei zusätzliche Bahnquerungen für den Viehtrieb sowie den Straßen- und Fußgängerverkehr notwendig.

 

Technische Daten:
  •  Bauloslänge:            rund 3,19km inkl. Nebenwege
  •  Baubeginn:              März 2005
  •  Verkehrsfreigabe:     Oktober 2008
  •  Gesamtkosten:        30 Mio. Euro
 
Gesamtvorhaben:
Im Zuge der weiteren Detailplanung konnte unter Einbeziehung der wasserbautechnischen, hydrologischen und naturkundefachlichen Sachverständigen ein baureifes Gesamtprojekt, welches den neuesten ökologischen Erkenntnissen entspricht, ausgearbeitet werden.

Eine besondere Herausforderung für die Bauingenieure war die konstruktive Planung und die exakte Festlegung der Arbeitsabläufe für den Bau der Bahnbrücken. Erschwerend kommt noch dazu, dass diese Bauwerke bis zu 5 m im Grundwasser stehen.
Auf die technische Planung und die Ausstattung der Unterflurbauwerke wurde besonders geachtet. Die Tunneldecken werden aus Brandschutzgründen in Faserbeton ausgeführt. Die Fahrbahn der langen Unterflurtrasse wird mit einer Betondecke ausgestattet. Die sicherheitstechnische Ausstattung sowie die Anlage einer Notausfahrt und Notstiegenhäuser wurden nach den neuen EU-Richtlinien geplant.

Mit Fertigstellung der gesamten Arbeiten und der Verkehrsfreigabe im Oktober 2008, kann der Verkehr im unmittelbaren Ortsgebiet der Gemeinde Brixen durch Verlagerung des Durchzugsverkehrs auf die neue Umfahrung um rund 70% von 11500 Fahrzeugen/24h auf 3500 Fahrzeuge/24h reduziert werden, und damit die Lebensqualität für alle Einwohner und Gäste der Gemeinde Brixen im Thale erheblich gesteigert werden.